Die unberührte Natur und hundertjährige Jagdtradition trugen im Jahre 1921 zu der Entscheidung bei, den Gutbesitz Lany von dem Fürsten Fürstenberg für die Repräsentation des Tschechischen Staates zu kaufen. Die ersten Erwähnungen über das Jagdrevier Lany sind aus der Zeit des beginnenden Mittelalters. Die tschechischen Herrscher veranstalten hier Hetzjagd auf Hirsche und Schwarzwild. Die historischen Dokumente erwähnen im 9. Jahrhundert den Stamm Vršovci, die einen Streit mit den Fürsten aus dem Stamm der Přemyslovci um die Jagdreviere in den Wäldern von Křivoklát und Lany führten. Weitere Erwähnungen stammen aus dem Beginn des 11. Jahrhunderts, wo hier der Fürst Jaromír aus dem Stamm der Přemyslovci jagte. Im Jahre 1100 der Fürst Břetislav der II., am Ende des 12. Jahrhunderts Přemysl Otakar der I., in der Mitte des 13. Jahrhunderts der König Václav der I. und in dem 14. Jahrhundert der König Václav der IV.
Die erste Erwähnung über die Entstehung der Ortschaft Lany und Gründung des Kastells stammte aus dem Jahre 1392. Zu dieser Zeit sind die Besitzer Pavel von Kladno und Hašek von Lany, beide aus dem Junkersstamm Kladenských von Kladno. Im Jahre 1587 kaufte das Kastell der Kaiser Rudolf der II., wodurch Lany ein Bestandsteil des Fürstentums Křivoklát geworden ist und blieb bis zu dem Jahre 1658 in direkter Benutzung der tschechischen Herrscher. Der Kaiser Rudolf der II. lies in Lany ein kleines Jagdschloss errichten und sein Grundriss ist im vollen Umfang in dem heutigen Schlossgebäude erhalten.
Nach dem Jahre 1685 verkaufte der Kaiser Leopold der I. das Fürstentum Křivoklát dem Fürsten Arnošt Josef von Valdštejn, wodurch er die Verfügung des Kaisers Karls den IV. aus dem Jahre 1348 verletzte, dass das Fürstentum Křivoklát von der tschechischen Krone nicht getrennt werden darf. Durch den Kaufvertrag vom 6.6. 1685 übernahmen die Valdštejns die Verpflichtung an sich, dass sie in der Gegend Křivoklát nach allen Kräften das Hochwild beschützen werden, damit sie auf einen Wunsch des Kaisers herrliche Jagden für die Angehörigen des Kaisers Familie veranstalten können.
Augrund der organisierten und auch der normalen Wilderei begann man im Jahre 1713 mit dem Bau des hölzernen Gehegezaunes. Dadurch ist ein weitläufiges Gehege mit einer Fläche vom 9 600 Ha entstanden, eingezäumt durch hölzerne Palisade mit einer Länge von ca. 47 Km.
Im Jahre 1731 ging das ganze Fürstentum Křivoklát als Erbschaft an das Fürstenstamm Fürstenberg über. Im Jahre 1816 liquidierte der Jáchym von Fürstenberg das Wildgehege aus dem Jahre 1710 und auf Teilen seines Raumes errichtete er zwei kleinere Wildgehege – das Wildgehege Lany für das Hochwild mit einer Fläche von mehr als 3 000 Ha und das Wildgehege Řevnice für das Schwarzwild. Das Wildgehege Řevnice ist später verschwunden.
Im Jahre 1736 ist in das Wildgehege das Dammwild hineingelassen, das sich bald vermehrte und einheimisch wurde. In dem Wildgehege Lany ist es gelungen, am Anfang des Jahres 1895 die asiatischen Hirsche, den japanischen und mandschurischen Siku, bekannt unter dem Namen Dybowsky - Hirsch mit Erfolg zu akklimatisieren. . Die Population von Lany stammte aus Österreich, aber einige Tiere wurden wahrscheinlich direkt aus dem fernen Osten eingeführt. Hier wurde auch das erste Muffelwild ausgesetzt. Auch das Muffelwild akklimatisierte sich und hält sich bis heute in dem Wildgehege auf.
Die erste Erwähnung über die Fasanenjagd in Lany ist aus dem Jahre 1858. Im Jahre 1899 wurde mit Fasanenzucht begonnen. Die ersten Fasanen aus der Zucht wurden erst am entfernten Ende des Schlossparks freigelassen und später auch auf der Stelle der heutigen Fasanerie Amálie. Sie wurde zu der heutigen Form in der Zeit des Präsidenten T.G. Masaryk, vor dem Besuch des rumänischen Königs Carol den II. hergerichtet.
Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde in das Wildgehege Lany das Schwarzwild aus den Karpaten hergebracht. Das Ausbreiten der Raubtiere wurde die ganze Zeit über in dem Gebiet um Lany gedämpft. Der letzte Bär wurde auf dem Gebiet des Wildgeheges Lany im Jahre 1692 unter „Dlouhý hřeben“ erlegt. Die letzte Wildkatze wurde im Wildgehege Lany im Jahre 1780 erschossen.